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Dr. Jörg Böhner eröffnete das Festkolloquium in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Grußworte überbrachte Dr. Michael Gödde, der Referatsleiter für Landschaftsplanung und Naturschutz in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin. Bernd Hälterlein, der Vorsitzende des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten würdigte in eindrucksvollen Beispielen die 25-jährige Arbeit der BOA. "Alle Spatzen wollen nach Berlin", überschrieb vor kurzem der Tagesspiegel einen Artikel zum Haussperling, welchen Dr. Jörg Böhner kommentierte. Völlig anders ist die Situation in Hamburg. Wie unser Gastreferent Alexander Mitschke berichtete, verzeichnete der Haussperling in den letzten 15 Jahren einen Rückgang um 50 Prozent. Um die Hälfte zugenommen hat in Hamburg die Dohle, welche ihrerseits in Berlin dramatisch zurückgeht. |
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Olaf Geiter (Wilhelmshaven) berichtete über Ergebnisse des langjährigen Beringungsprogramms bei der Kanadagans in Berlin. 1983 war eine Familie beim Züchter ausgebüchst und legte den Grundstein für eine weitgehend ortstreue freilebende Population. Anja Ruß (Köln/Leipzig) ging auf Licht- und Schattenseiten im Großstadtdschungel ein. Ihre Forschungsergebnisse zeigten, dass nächtliche Beleuchtung als Stress empfunden wird, weshalb Amseln in der Leipziger Innenstadt bis zu zwei Stunden früher singen als Artgenossen im nahegelegenen Auwald. Dennoch nutzen Amseln beleuchtete Nistplätze gezielt - und werden mit hohem Bruterfolg belohnt. Ingo Rösler berichtete über die Entwicklung der Großmöwenkolonie in Frankfurt/Main und Gefährdungen. Das riesige Flachdach wird ab 2016 vermutlich wegen Abriss nicht mehr für Bruten zur Verfügung stehen. Johannes Schwarz aus Berlin beendete die Vortragsreihe mit Ergebnissen des bundesweiten Monitorings der Siedlungsvögel und benannte Trends. So ist die Mehlschwalbe trotz Artenschutz an Gebäuden stark rückläufig und steht nunmehr bundesweit auf der Vorwarnliste. |