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Vorpommern
war das Ziel der BOA-Exkursion anlässlich ihres 20jährigen
Bestehens. Dr. Werner Eichstätt von der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft
Mecklenburg-Vorpommern (OAMV) begleitete uns und zeigte uns vorab die
Exkursionsziele auf der Karte. Nach individueller Anreise am Freitag
wurde zunächst ein nördlicher Punkt am Peenepolder angefahren,
wo jedoch nur spärliches Vogelleben herrschte. Die Spektive sind
auf einen Seeadler sowie auf einen Raubwürger gerichtet. Dagegen
war die Asphaltstraße hinter dem Parkplatz am westlichen Stadtrand
von Anklam mit Blick auf das Peenetal schon wesentlich ergiebiger.
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Wir folgten dem Weg am
Südufer der Peene von Anklam aus westwärts. Hier sahen die
Teilnehmer u. a. Raubseeschwalbe, Goldregenpfeifer, Kampfläufer,
Fischadler, Wanderfalke und mit Glück auch den Merlin. Der Nachmittag
bescherte uns Ausblicke auf den Galenbecker See mit zahlreichen Wasservögeln,
darunter Schwarzhalstaucher und Kolbenenten.
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Abends
wird der Galenbecker See als Schlafgewässer von Kranichen aufgesucht.
Da im Berliner Umland der wesentlich größere Kranichrastplatz
Linum liegt, entschied das Organisationskomitee, auf das hiesige Einflugspektakel
zu verzichten, zumal der Weg zum Hotel Auerose noch recht weit war.
Nach einer kurzen Festansprache zum 20. Geburtstag durch den Jörg
Böhner und einem Glas Sekt zum Anstoßen plünderten wir
das leckere heiße Buffet. Auf den Tag genau vor 20 Jahren wurde
die Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft gegründet!
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Am Sonntag Vormittag fuhren
wir als Autokolonne zum Anklamer Stadtbruch. Auf dem Weg dorthin stoppte
der Konvoi wegen einer Massenansammlung von Wildgänsen. Frau Eichstätt,
die Ehefrau unseres örtlichen Führers, entdeckte eine Rothalsgans
in vorderster Front eines anfliegenden Gänsetrupps. Nach der Landung
war es anfangs nicht leicht, die einzige Rothalsgans in der Masse von
Bless-, Saat- und Nonnengänsen wiederzufinden, aber die Ortsbeschreibungen
wurden mit Spektivunterstützung der Nachbarn erfolgreich von einem
zum andern zugerufen. Nach erneuten Auffliegen stand die begehrte Seltenheit
sogar relativ frei auf der Wiese. Unsere letzten Beobachtungen fanden
schließlich im sogenannten Anklamer Stadtbruch statt. Von Kamp
aus liefen wir mit Blick auf Bartmeisen und Seeadler in Richtung der
bekannten Kormorankolonie, die 2005 wegen des Massakers negativ in die
Schlagzeilen geraten war.
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