Wochenendexkursion zum 20. Geburtstag der BOA
8.-10. Oktober 2010

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Vorpommern war das Ziel der BOA-Exkursion anlässlich ihres 20jährigen Bestehens. Dr. Werner Eichstätt von der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern (OAMV) begleitete uns und zeigte uns vorab die Exkursionsziele auf der Karte. Nach individueller Anreise am Freitag wurde zunächst ein nördlicher Punkt am Peenepolder angefahren, wo jedoch nur spärliches Vogelleben herrschte. Die Spektive sind auf einen Seeadler sowie auf einen Raubwürger gerichtet. Dagegen war die Asphaltstraße hinter dem Parkplatz am westlichen Stadtrand von Anklam mit Blick auf das Peenetal schon wesentlich ergiebiger.
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Wir folgten dem Weg am Südufer der Peene von Anklam aus westwärts. Hier sahen die Teilnehmer u. a. Raubseeschwalbe, Goldregenpfeifer, Kampfläufer, Fischadler, Wanderfalke und mit Glück auch den Merlin. Der Nachmittag bescherte uns Ausblicke auf den Galenbecker See mit zahlreichen Wasservögeln, darunter Schwarzhalstaucher und Kolbenenten.
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Abends wird der Galenbecker See als Schlafgewässer von Kranichen aufgesucht. Da im Berliner Umland der wesentlich größere Kranichrastplatz Linum liegt, entschied das Organisationskomitee, auf das hiesige Einflugspektakel zu verzichten, zumal der Weg zum Hotel Auerose noch recht weit war. Nach einer kurzen Festansprache zum 20. Geburtstag durch den Jörg Böhner und einem Glas Sekt zum Anstoßen plünderten wir das leckere heiße Buffet. Auf den Tag genau vor 20 Jahren wurde die Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft gegründet!
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Am Sonntag Vormittag fuhren wir als Autokolonne zum Anklamer Stadtbruch. Auf dem Weg dorthin stoppte der Konvoi wegen einer Massenansammlung von Wildgänsen. Frau Eichstätt, die Ehefrau unseres örtlichen Führers, entdeckte eine Rothalsgans in vorderster Front eines anfliegenden Gänsetrupps. Nach der Landung war es anfangs nicht leicht, die einzige Rothalsgans in der Masse von Bless-, Saat- und Nonnengänsen wiederzufinden, aber die Ortsbeschreibungen wurden mit Spektivunterstützung der Nachbarn erfolgreich von einem zum andern zugerufen. Nach erneuten Auffliegen stand die begehrte Seltenheit sogar relativ frei auf der Wiese. Unsere letzten Beobachtungen fanden schließlich im sogenannten Anklamer Stadtbruch statt. Von Kamp aus liefen wir mit Blick auf Bartmeisen und Seeadler in Richtung der bekannten Kormorankolonie, die 2005 wegen des Massakers negativ in die Schlagzeilen geraten war.